Für Arbeitgeber ist das Thema Wechselwilligkeit eine große Chance auf dem aktuellen Bewerbermarkt. Trotzdem schaffen es die meisten Unternehmen nicht, wechselwillige Kandidaten auf sich aufmerksam zu machen. 

Warum das so ist und wie du für dein Unternehmen eine Strategie entwickelst, die wechselwillige A-Player abholt, darum geht es in diesem Blogartikel. 

Du bist praktisch unsichtbar für die Bewerber

Viele Unternehmen äußern den Wunsch, endlich wieder eine qualitativ hochwertige Auswahl an Bewerbern haben zu wollen. Trotz zahlreicher geschalteter Stellenanzeigen und Investitionen in Headhunter bleiben Bewerbungen – vor allem seitens der beliebten wechselwilligen A-Player – jedoch aus. Das Kernproblem liegt oft darin, dass die Unternehmen nicht ausreichend sichtbar sind, und dies hat verschiedene Gründe.

Ein Blick auf die Stellenanzeigen vieler Unternehmen offenbart eine auffällige Ähnlichkeit. Sie sind oftmals geprägt von standardisierten Formulierungen, die in der Masse der Angebote untergehen. Die Texte sind nicht authentisch und verwenden oft 08/15-Floskeln, die wenig über das tatsächliche Arbeitsumfeld und die Unternehmenskultur aussagen. Die Stellenanzeigen heben sich nicht von der Masse ab und bieten keinen erkennbaren Unterschied zu den Konkurrenten.

Potenzielle wechselwillige Kandidaten haben also keine Chance zu erkennen, dass dein Unternehmen womöglich genau das bietet, was sie suchen – wenn du nicht in deine Sichtbarkeit investierst. Wir haben daher die wichtigsten Schritte aus unserer Erfahrung mit hunderten Unternehmen zusammengestellt, die genau diese Sichtbarkeit schließlich erreicht haben.

1. Formuliere kurz, prägnant und individuell

Die Gruppe der wechselwilligen, „passiven” Job-Kandidaten wird dann aktiv, wenn sich eine Gelegenheit zum Jobwechsel bietet, die genau ihren Vorstellungen und aktuellen Wünschen entspricht. Sie möchten vielleicht gerade von der Stadt aufs Land ziehen, zu einem Arbeitgeber mit flachen Hierarchien und familiärer Unternehmenskultur wechseln, wünschen sich einen anderen Themenschwerpunkt, mehr Verantwortung, die nächste Karrierestufe, mehr Abwechslung oder flexiblere Arbeitszeiten. 

Da diese Zielgruppe nicht aktiv auf Jobsuche ist, kann sie nur erreicht werden, wenn die Ansprache individuell und spannend formuliert wird, damit die wechselwilligen Kandidaten neugierig werden und sich persönlich angesprochen fühlen.

2. Gehe auf die Bedürfnisse der Wechselwilligen ein

Ein wichtiger Faktor im Wettbewerb um Fachkräfte ist das Verständnis dafür, welche Bedürfnisse die verschiedenen Generationen von Arbeitnehmern haben. Für junge Arbeitnehmer spielt beispielsweise vor allem Flexibilität eine wichtige Rolle bei einem Jobwechsel. Sie sind dann zu einem Wechsel bereit, wenn neben Faktoren wie dem passenden Gehalt, auch Benefits wie flexible Arbeitszeiten, Remote-Arbeit, 4-Tage-Woche und Werte wie nachhaltiges Handeln stimmen. Diese Benefits und Werte sollten daher von Unternehmen nicht nur gelebt, sondern vor allem auch nach außen hin kommuniziert werden, wenn sie die junge Zielgruppe erreichen wollen.

3. Nutze die richtigen Kanäle, um die höchste Antwortrate zu erreichen

Die Networking-Plattformen Xing und LinkedIn bestimmen den weltweiten Markt, wenn es darum geht, online berufliche Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. In der DACH-Region verzeichneten beide Plattformen zuletzt jeweils über 21 Millionen Nutzer. 60 % der weltweiten LinkedIn-Nutzer sind zwischen 25 und 34 Jahre alt. Millennials machen damit die Mehrheit der LinkedIn-Nutzer aus, wobei die Gruppe der 18- bis 24-Jährigen mit 21,7 % an zweiter Stelle steht und die 35- bis 54-Jährigen mit 15,4 % an dritter Stelle. Nur 2,9 % der Menschen über 55 nutzen LinkedIn. 

In Deutschland werden Xing und LinkedIn am häufigsten in der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen genutzt, nämlich von 38 % der Befragten, die auf den Networking-Plattformen angemeldet sind.

Die Plattformen haben sich inzwischen zu einer Goldgrube für das Finden von Fachkräften entwickelt. Und sie leben – wie alle Social-Media-Plattformen – von der Interaktion. Indem Unternehmen Direktnachrichten an passende Kandidaten schreiben, kann diese Interaktion mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in Gang gesetzt werden. Wichtig dabei ist, dass Nachrichten individuell formuliert werden. Denn jeder Bewerber hat seine einzigartigen Situationen, Wünsche und Herausforderungen, die nicht mit allgemeinen Standard-Nachrichten adressiert werden können. 

Während bezahlte Werbung auf Social-Media-Plattformen oder Stellenportalen häufig in der Masse untergehen oder ein Absinken der Reichweite zur Folge haben, bieten Direktnachrichten auf Xing und LinkedIn die Möglichkeit, persönliche Gespräche zu führen und Kandidaten für dein Unternehmen zu begeistern. 

Warum die Direktansprache über Xing und LinkedIn im Recruiting so gut funktioniert

Personalisierte Nachrichten wecken die Neugier

LinkedIn- oder Xing-Profile verraten oft (direkt oder indirekt) sehr viel über die Wünsche und Ziele der Arbeitnehmer. Das können sich Personalverantwortliche zu Nutze machen und mit einer kurzen, aber sehr persönlichen Direktnachricht, die Aufmerksamkeit ihrer Wunschkandidaten auf sich ziehen. Bei PEN haben wir diesen Ansatz in Form der PEN-Chatting-Methode verfeinert und perfektioniert und übernehmen für unsere Kunden das „Chatten“ mit passenden Kandidaten.

Hierfür identifizieren wir jede Woche aufs Neue – unter der Verwendung von aktuellen Off- und Online-Listen – wechselwillige Kandidaten und schreiben diese an. Wir setzen dafür eine individuelle und verkaufspsychologisch optimierte Ansprache ein, die auf die persönlichen Bedürfnisse der Kandidaten eingeht. Im Anschluss leiten wir die interessierten Kontakte an unsere Kunden weiter.

Traue dich, neue Wege zu gehen

Die Mehrheit der Deutschen ist offen für einen Jobwechsel, was eine bemerkenswerte Veränderung auf dem Arbeitsmarkt signalisiert. Insgesamt 63 Prozent der Befragten einer EY-Jobstudie haben 2023 Interesse an einem Job- oder Arbeitgeberwechsel gezeigt. 

Sechs Prozent von ihnen suchen aktiv, 20 Prozent geben an, gelegentlich Ausschau zu halten und 37 Prozent sind offen für eine passende Gelegenheit – biete du ihnen diese passende Gelegenheit!

Jeder Bewerber hat seine individuellen Situationen, Wünsche und Herausforderungen, die nicht mit allgemeinen Benefits oder Standard-Nachrichten adressiert werden können. Sende daher eine auf das Xing- oder LinkedIn-Profil des Wunschkandidaten abgestimmte Direktnachricht und zeige so, dass du dich mit ihm auseinandergesetzt hast. Oft handelt es sich bei den Wechselwilligen auf LinkedIn und Co. um A-Player, die sich in einem festen Arbeitsverhältnis befinden, aber in ihrem Unternehmen oder ihrer aktuellen Position unzufrieden sind. Unserer Erfahrung nach sind dies die besten Kandidaten bei der Suche nach neuen Mitarbeitern. Über die PEN-Chatting-Methode kannst du – sogar ganz ohne Werbebudget – diese Gruppe der wechselwilligen Arbeitnehmer zielgenau ansprechen.

Möchtest du Unterstützung beim Thema Sichtbarkeit und Direktnachrichten? Wir beraten dich gerne ganz unverbindlich!